Der Hochzeitszug
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ochsen_gespann_kutscher Die Ochsen

Wenn-e amal a Bauer wiar(d
schäina vöia Öchsala schaff-e mir

Ein starkes Ochsengespann war der Traum jedes Bauern, denn es konnte mehr ziehen, als ein Pferdegespann.

Unsere Ochsen ziehen mit dem „Stirnblattl“, das mehr als zweitausend Jahre lang im Gebrauch war, bis es in den 1930er Jahren vom Ochsenkummet und gleich danach vom Traktor abgelöst wurde. Das Stirnblattl trägt eine bescheidene Verzierung als Hinweis auf den liebevollen Schmuck, den man in früheren Jahren den Tiergeschirren gegönnt hat.

ochsen_gespann_kutscher Der Kutscher

Öchslein, Öchslein, tut euch plagen
zieht den schönen Kammerwagen

Der Kutscher muß ein Mann mit Energie sein, und diese Energie soll man ihm auch ansehen.

Immerhin hat er ja das Ochsengespann zu führen und den Kammerwagen mit seiner kostbaren Fracht unbeschadet vom Hof der Braut zum Hof des Bräutigams zu bringen.

Aber natürlich ist der Kutscher auch ein Filou, tut immer so, als wolle er die Ochsen mit aller Gewalt zum Weitergehen bewegen, weil sie doch immer wieder stehenbleiben, bis man ihm ein Lösegeld zuwirft.

Der Egerlandbrunnen vor dem Egerland-Kulturhaus in Marktredwitz  |  Impressum  |  © 2006 Martin Sieber